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Küche reinigen

Dunstabzugshaube reinigen: Fettfilter, Aktivkohlefilter und Gehäuse ohne Schmierfilm

Fettfilter in der Spülmaschine oder von Hand reinigen, Aktivkohlefilter rechtzeitig wechseln, Edelstahl und Glas streifenfrei pflegen und die Haube richtig nutzen.

Die Dunstabzugshaube arbeitet bei jedem Kochen still mit und wird trotzdem oft vergessen. Dabei sammelt sie in kurzer Zeit eine erstaunliche Menge Fett. Wer die Filter zum ersten Mal nach Monaten herausnimmt, findet oft eine klebrige, braune Schicht, die nicht nur unappetitlich aussieht. Verstopfte Filter verringern die Saugleistung, lassen Gerüche in der Küche hängen und können im schlimmsten Fall sogar Feuer fangen, wenn eine Flamme vom Herd das Fett entzündet.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Filter in deiner Haube stecken, wie du Fettfilter in der Spülmaschine oder von Hand reinigst, wann der Aktivkohlefilter gewechselt werden muss, wie du Gehäuse aus Edelstahl, Glas und Lack sauber bekommst und wie du die Haube richtig nutzt.

Abluft oder Umluft: welche Haube hast du?

Ablufthauben saugen die Küchendünste an und leiten sie über einen Schacht oder Mauerkasten nach draußen. Sie haben einen Fettfilter, aber keinen Aktivkohlefilter.

Umlufthauben saugen die Luft an, filtern sie und geben sie zurück in die Küche. Sie haben einen Fettfilter und zusätzlich einen Aktivkohlefilter, der Gerüche bindet.

Ob deine Haube Abluft oder Umluft hat, erkennst du am Abluftrohr, das zur Wand oder Decke führt, oder an der Bedienungsanleitung. Viele Hauben lassen sich auf beide Betriebsarten umbauen.

Fettfilter reinigen

Der Fettfilter sitzt direkt unten an der Haube, meist als Metallgitter oder als Kassette aus mehreren Lagen Streckmetall. Er fängt die Fetttröpfchen aus dem Dampf auf.

Wie oft? Je nach Kochgewohnheiten etwa alle zwei bis vier Wochen. Viele Hauben haben eine Anzeige, die meldet, wann der Filter gereinigt werden sollte. Wer viel brät und frittiert, reinigt öfter.

Herausnehmen: Die Filter haben meist eine Lasche oder einen Griff, über den du sie entriegelst und nach unten herausnimmst. Halte sie dabei gut fest, sie sind oft schwerer und fettiger, als man denkt.

In der Spülmaschine

Die meisten Metallfettfilter dürfen in die Spülmaschine. Prüfe die Bedienungsanleitung.

  1. Filter aufrecht oder schräg in den Unterkorb stellen, damit das Wasser gut durchströmen kann.
  2. Allein oder mit wenig Geschirr spülen, denn das gelöste Fett kann sich auf Gläsern und Geschirr absetzen.
  3. Ein heißes Programm wählen.
  4. Gut trocknen lassen, bevor du die Filter wieder einsetzt.

Gut zu wissen: Filter aus Aluminium können sich in der Spülmaschine dunkel verfärben. Das sieht nicht schön aus, beeinträchtigt die Funktion aber nicht.

Von Hand

  1. Heißes Wasser in das Spülbecken oder eine Wanne füllen und Spülmittel dazugeben.
  2. Filter einweichen, etwa 15 bis 30 Minuten, damit das Fett weich wird.
  3. Mit einer Spülbürste ausbürsten, von beiden Seiten, ohne das Gitter zu verbiegen.
  4. Mit heißem Wasser gründlich ausspülen.
  5. Vollständig trocknen lassen und wieder einsetzen.

Bei hartnäckigen Fettschichten hilft etwas Natron im Einweichwasser. Soda löst Fett noch stärker, kann Aluminium aber verfärben und angreifen. Verwende es deshalb nur bei Edelstahlfiltern und trage Handschuhe. Mehr über die Unterschiede im Ratgeber Natron, Soda und Backpulver.

Aktivkohlefilter wechseln

Der Aktivkohlefilter in Umlufthauben bindet Gerüche. Mit der Zeit ist er gesättigt und wirkt nicht mehr.

  • Herkömmliche Aktivkohlefilter werden nach Herstellerangabe getauscht, meist etwa alle drei bis sechs Monate, je nach Nutzung.
  • Regenerierbare Aktivkohlefilter können nach Anleitung des Herstellers im Backofen bei einer bestimmten Temperatur aufgefrischt werden und halten so deutlich länger. Ein normaler Aktivkohlefilter darf nicht in den Backofen und nicht ins Wasser.
  • Den richtigen Filter kaufen: Notiere dir das Modell deiner Haube, denn Filter sind meist gerätespezifisch.

Ein gesättigter Filter erkennst du daran, dass Gerüche nach dem Kochen deutlich länger in der Küche hängen.

Das Gehäuse reinigen

Vor der Reinigung schaltest du die Haube aus und trennst sie, wenn du innen wischst, vom Strom, etwa über den Stecker oder die Sicherung.

Edelstahl: Wische mit einem feuchten Mikrofasertuch und etwas Spülmittel immer in Richtung des Schliffs, nie in Kreisen. Trockne mit einem zweiten Tuch nach. Fingerabdrücke verschwinden mit einem Tropfen Spülmittel oder einem Edelstahlpflegemittel. Scheuermittel und Stahlwolle zerkratzen die Oberfläche.

Glas: Glasflächen reinigst du mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel oder Glasreiniger. Bei Fettfilm erst mit Spülmittel entfetten, dann klar nachwischen.

Lackierte Flächen: Nur milde Reiniger und weiche Tücher, keine Lösungsmittel.

Innenseite und Filterrahmen: Wische die Fläche hinter den Filtern mit einem gut ausgewrungenen Tuch und etwas Spülmittel ab. Achte darauf, dass kein Wasser an Lampen, Kabel oder Motor gelangt.

Bedienfeld: Nur leicht feucht abwischen, kein Wasser in Tasten oder Fugen laufen lassen.

Beleuchtung: Lampenabdeckungen lassen sich oft abnehmen und abspülen. Lass die Lampen vorher abkühlen. Defekte Leuchtmittel tauschst du nach Anleitung aus.

Rückstauklappe, Abluftrohr und Mauerkasten

Bei Ablufthauben endet der Weg der Luft nicht am Filter. Hinter der Haube führt ein Rohr oder Flachkanal zur Außenwand, und dort sitzt meist ein Mauerkasten mit Klappen. Eine Rückstauklappe im Rohr oder am Gerät verhindert, dass bei ausgeschalteter Haube kalte Luft von draußen in die Küche zieht.

Diese Klappen können mit der Zeit verkleben, wenn sich Fett ablagert, das die Filter nicht erwischt haben. Ein Zeichen dafür ist ein klapperndes Geräusch, ein deutlicher Luftzug bei ausgeschalteter Haube oder eine Saugleistung, die trotz sauberer Filter nicht zurückkommt.

  • Mauerkasten von außen prüfen: Wenn du gefahrlos herankommst, sieh nach, ob sich die Lamellen frei bewegen und ob Laub, Spinnweben oder Nester sie blockieren.
  • Erreichbare Klappen vorsichtig reinigen: Mit einem Tuch und etwas Spülwasser, ohne an Mechanik oder Federn zu biegen.
  • Rohr nicht selbst zerlegen: Wenn Kanäle in Decken oder Schränken verbaut sind, gehört das Öffnen in die Hände eines Fachbetriebs.

Gerüche in der Küche dauerhaft loswerden

Auch eine saubere Haube kann nicht alles. Wenn es nach dem Kochen lange riecht, lohnt ein Blick auf weitere Quellen:

  • Deckel benutzen: Mit Deckel entsteht weniger Dampf und Fettnebel, die Haube muss weniger leisten.
  • Kurz und kräftig lüften: Nach dem Braten das Fenster ganz öffnen, statt es stundenlang zu kippen.
  • Müll und Abfluss prüfen: Häufig kommt hartnäckiger Geruch nicht vom Herd, sondern vom Biomüll oder vom Siphon der Spüle.
  • Textilien wechseln: Geschirrtücher und Spüllappen nehmen Bratgeruch auf. Wechsle sie öfter, besonders nach Fisch oder scharfem Anbraten.

Hilft das alles nicht und der Aktivkohlefilter ist frisch, kann es sein, dass die Haube für die Küche zu klein dimensioniert ist oder auf zu niedriger Stufe läuft.

Die Haube richtig nutzen

  • Vor dem Kochen einschalten. So entsteht schon ein Luftstrom, bevor der erste Dampf aufsteigt.
  • Die passende Stufe wählen, beim Braten höher, beim Köcheln niedriger.
  • Nachlaufen lassen: Lass die Haube nach dem Kochen noch zehn bis fünfzehn Minuten laufen, damit Restdampf und Gerüche abgesaugt werden. Viele Geräte haben dafür eine Nachlaufautomatik.
  • Für Zuluft sorgen: Ablufthauben brauchen nachströmende Luft, sonst saugen sie schlecht. Kippe ein Fenster leicht an.
  • Keine Flambierflammen direkt unter der Haube, das Fett in den Filtern kann sich entzünden.

Wichtig bei Kamin oder Gastherme: Wenn in derselben Wohnung ein raumluftabhängiger Kaminofen oder eine Gastherme betrieben wird, kann eine Ablufthaube einen Unterdruck erzeugen und Abgase in die Wohnung ziehen. In solchen Fällen sind Sicherheitseinrichtungen wie ein Fensterkontaktschalter vorgeschrieben. Lass das von einer Fachkraft oder dem Schornsteinfeger prüfen.

Wie oft welche Aufgabe?

AufgabeWie oft
Gehäuse außen abwischenwöchentlich oder nach starkem Braten
Fettfilter reinigenalle zwei bis vier Wochen
Aktivkohlefilter wechseln oder regenerierennach Herstellerangabe, oft alle drei bis sechs Monate
Innenraum hinter den Filtern auswischenbei jeder Filterreinigung kurz kontrollieren
Lampenabdeckungen reinigenbei Bedarf

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

  • Filter monatelang vergessen: Die Saugkraft sinkt, und Fett kann sich entzünden.
  • Aluminiumfilter in Soda einweichen: Das Metall wird angegriffen und verfärbt.
  • Feuchte Filter einsetzen: Restwasser tropft und das Fett zieht Staub an.
  • Aktivkohlefilter auswaschen: Normale Aktivkohlefilter werden dadurch unbrauchbar.
  • Edelstahl in Kreisen putzen: Es entstehen Schlieren und Kratzer.
  • Haube ohne Zuluft betreiben: Sie saugt schlecht und kann bei Feuerstätten gefährlich werden.

Häufige Fragen

Warum zieht meine Dunstabzugshaube nicht mehr richtig?

Meist sind die Fettfilter verstopft oder der Aktivkohlefilter ist gesättigt. Bei Ablufthauben kann fehlende Zuluft die Ursache sein, oder die Rückstauklappe im Abluftrohr klemmt. Reinige die Filter und öffne beim Kochen ein Fenster. Hilft das nicht, frag den Kundendienst.

Kann ich die Fettfilter mit Backofenreiniger behandeln?

Davon raten viele Hersteller ab, besonders bei Aluminiumfiltern, die angegriffen werden können. Spülmittel, heißes Wasser und Geduld reichen in den meisten Fällen.

Darf ich die Haube ohne Fettfilter betreiben?

Nein. Ohne Fettfilter gelangt das Fett direkt in Gebläse, Motor und Abluftrohr. Dort lässt es sich kaum noch entfernen, verringert die Leistung und erhöht die Brandgefahr. Setze die Filter nach der Reinigung deshalb immer wieder ein, bevor du kochst.

Wie bekomme ich die klebrige Schicht oben auf den Küchenschränken weg?

Diese Schicht ist eine Mischung aus Fett und Staub. Ein warmes Tuch mit Spülmittel und etwas Geduld löst sie. Lege danach Papier oder eine abwischbare Folie auf die Schränke, die du regelmäßig austauschst. Weitere Anleitungen findest du in der Rubrik Küche reinigen, etwa zum Kochfeld und zur Küchenhygiene.

Kurz zusammengefasst

Reinige die Fettfilter alle zwei bis vier Wochen in der Spülmaschine oder in heißem Spülwasser, lass sie vollständig trocknen und verwende bei Aluminium kein Soda. Wechsle oder regeneriere den Aktivkohlefilter einer Umlufthaube nach Herstellerangabe. Wische Edelstahl in Schliffrichtung, Glas mit Spülmittel und Lack nur mild und trenne die Haube vom Strom, bevor du innen wischst. Schalte die Haube vor dem Kochen ein, lass sie nachlaufen, sorge für Zuluft und lass bei Kaminofen oder Gastherme die Sicherheit fachlich prüfen.

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